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Suspicious Partner (2017) – Staatsanwälte küsst man doch

Darf ich vorstellen, meine neue K-Drama-Liebe. Sowohl, was die Serie an sich angeht als auch den Hauptdarsteller. Das ganze Ding ist ein einziger Volltreffer mit Wohlfühl-Kuschelfaktor. 

Dabei ist die Serie mitunter ziemlich blutig und ganz und gar nicht kuschelig, aber die Figuren und der Humor sind so absolut großartig, dass man sich trotzdem irgendwie aufgehoben und wohlig warm in drin anfühlt. 

(c)SBS

Und darum geht’s:

Als Eun Bong-Hee (Nam Ji-Hyun) eines Abends ihren Ex-Freund nach einer unschönen Trennung tot in ihrer Wohnung findet, ist für den Rest der Welt schnell klar, dass Bong-Hee ihren Ex aus Eifersucht getötet hat. Vater des Ermordeten ist der Oberstaatsanwalt, und er will Bong-Hee um jeden Preis verurteilt sehen. Er übergibt den Fall an den brillanten aber drögen Staatsanwalt Noh Ji-Wook (Ji Chang-Wook), dem allerdings schnell klar wird, dass jemand versucht, Bong-Hee den Mord anzuhängen. Doch damit fängt der ganze Ärger erst an. 

Suspicious Partner

Suspicious Partner (Original: 수상한 파트너 )fühlt sich ein klein wenig an wie Ally McBeal, wenn gleichzeitig auch noch ein Serienkiller umhergehen würde. Und ich meine das auf die bestmögliche Weise. Die Episoden sind erzählerisch dicht, die Figuren vielschichtig, es gibt eine wunderbare Found Family-Dynamik und greifbar und – seien wir ehrlich – es mangelt der Serie auch nicht an hübschen Menschen zum Angucken (hallo Ji Chang-Wook). 

Suspicious Partner
(c) SBS

Natürlich ist auch dieses K-Drama wie alle K-Dramen etwas stilisiert aber – welche westliche Serie ist es nicht? Glücklicherweise passen die Tropes in K-Dramen sehr gut zu den Tropes, die bei mir alle meine Knöpfchen drücken, und nein, irgendwie werde ich es nicht leid. Aber okay, zurück zu Suspicious Partner, deswegen sind wir hier. 

Staatsanwälte sind zum Küssen da

Wie sollte es anders sein, im Verlaufe der Serie kommen sich Bong-Hee und Ji-Wook näher, nicht ohne dass sie vorher einige Hindernisse zu überwinden haben. Die Chemie, das muss man sagen, stimmt zwischen den Hauptdarstellern einfach, aber auch zwischen den Figuren. Bong-Hee ist ein wenig zu laut, ein wenig zu … schrill ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, aber sie ist eine Naturgewalt, der Ji-Wook kaum etwas entgegenzusetzen hat. Womit wir gleich zum nächsten Thema kommen: Ji-Wook. Ich liebe Ji-Wook, okay? Ich sage euch auch warum.

Wir alle lieben einen gutaussehende Mann in einem dreiteiligen Anzug. Vor allem, wenn er dabei zurückhaltend wie ein britischer Gentleman agiert, gleichzeitig aber äußerst kompetent dabei. Catnip vom Feinsten. 

Noh Ji-Wook

Anders als andere Serien macht Suspicious Partner allerdings nicht den Fehler, Ji-Wook in allen Lebenslagen als übermenschlich perfekt darzustellen. Im Gerichtssaal ist er aalglatt und reserviert, aber als Privatperson macht ihm sein introvertiertes Selbst öfters mal Schwierigkeiten. Er ist ein klein wenig ungelenk im Umgang mit anderen, grummelig, wenn es ihm zu laut und zu viel wird und tut nichts lieber, als sich mit Bong-Hee Schlagabtausche zu liefern. (Die sind übrigens alle großartig und im Stil klassischer Screwball-Komödien.) Ji-Wook hat seine Fehler, und das macht ihn sympathisch. 

Ihr seid doch alle Doggos

Ebenfalls durch die Bank weg sympathisch sind übrigens auch die Nebenfiguren, die sich in Ji-Wooks neu gegründeter Kanzlei einfinden. Ob nun sein sturer Adoptivvater oder sein ehemals bester Freund, irgendwie mag man sie alle. Im Laufe der Episoden entwickelt sich zwischen allen Figuren eine Familiendynamik, bei der einem echt warm ums Herz wird. Es ist ein wenig, als würde man einem Rudel Golden Retriever in einem Bällebad zusehen.

Bong-Hee und Ji-Wook
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Alles in einem also: Angucken, liebhaben, Herzchen drum malen. Ich gehe mir ind er Zwischenzeit alles angucken, in dem Ji Chang-Wook jemals mitgespielt hat.  

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